Komplexe Geometrien und höchste Präzision lassen sich mit Laserstrahlung in der Fertigung realisieren, ohne das Material mechanisch zu beanspruchen. Wer innovative Projekte in Deutschland plant, entdeckt in der laserbasierten Fertigung eine berührungslose, flexible Lösung für anspruchsvolle Bauteile. Dieser Beitrag zeigt, wie hochpräzise Bearbeitung und Gestaltungsfreiheit neue Möglichkeiten in Entwicklung und Design eröffnen, und warum Ingenieure auf diese Technologie setzen.
Inhaltsverzeichnis
- Grundprinzip und Definition laserbasierter Fertigung
- Verfahrenstypen: Laserschmelzen und Lasersintern
- Technische Voraussetzungen und typische Materialien
- Branchenanwendungen und Innovationspotenziale
- Herausforderungen, Kosten und Qualitätsrisiken
Zentrale Erkenntnisse
| Punkt | Details |
|---|---|
| Laserbasierte Fertigung bietet hohe Präzision | Das Verfahren erreicht Toleranzen von unter einem Millimeter bei minimalem Materialverschleiß. |
| Flexibilität in der Anwendung | Lasertechnologien ermöglichen vielfältige Verfahren wie Schneiden, Schweißen und additivem Fertigen. |
| Wirtschaftlichkeit durch Materialeffizienz | Lasersintern ermöglicht die Wiederverwendung von nicht benötigtem Pulver, was Kosten spart. |
| Hohe Anforderungen an Technik und Materialien | Erfolgreiche Projekte erfordern präzise Steuerungssysteme und hochwertige, chemisch reine Pulvermaterialien. |
Grundprinzip und Definition laserbasierter Fertigung
Laserbasierte Fertigung nutzt konzentrierte Lichtenenergie, um Materialien präzise zu bearbeiten. Der Laser fungiert als hochenergetische Energiequelle, die Material zielgerichtet schmilzt, schneidet oder verdampft – ohne direkten physischen Kontakt zum Werkstück.
Das Kernprinzip ist elegant: Ein fokussierter Laserstrahl wird auf das Material gerichtet. Die Energie erzeugt extreme Hitze an einer winzigen Stelle. Das Material reagiert – es verformt sich, schmilzt oder verdampft. Das Ergebnis: präzise Bearbeitungen mit minimalem Materialverschleiß.
Wie laserbasierte Fertigung funktioniert
Laserbasierte Fertigung umfasst alle Verfahren, bei denen Laserstrahlung als werkstoffbearbeitende Energie wirkt. Der fokussierte, hochenergetische Strahl ermöglicht berührungslose Bearbeitungen – ein großer Vorteil gegenüber konventionellen Methoden.
Die zentrale Komponente ist der Laser selbst. Er erzeugt einen kohärenten Lichtstrahl mit extrem hoher Energiedichte. Dieser Strahl lässt sich präzise steuern und fokussieren. Dadurch entstehen reproduzierbare, hochgenaue Ergebnisse.

Computer und CAD-Modelle spielen eine entscheidende Rolle. Sie steuern den Laserstrahl exakt nach digitalen Vorgaben. Komplexe Geometrien entstehen automatisch – ohne manuelle Nachbearbeitung.
Kernmerkmale laserbasierter Fertigung
- Berührungslose Bearbeitung – Material wird nicht durch mechanische Kraft belastet
- Hohe Präzision – Toleranzen im Bereich von unter einem Millimeter
- Flexible Einsätze – Schneiden, Schweißen, Bohren, Markieren und additive Verfahren möglich
- Geringe thermische Belastung – Umliegendes Material wird minimal beeinträchtigt
- Automatisierbar – CAD-gesteuerte Prozesse für konsistente Qualität
Die Kombination aus Präzision, Flexibilität und Automatisierbarkeit macht laserbasierte Fertigung zur bevorzugten Wahl für anspruchsvolle Anwendungen.
Anwendungen in der Praxis
Im Maschinenbau nutzen Ingenieure Laser zum Schneiden von Metallblechen. Die Schnitte sind sauber, präzise und erfordern kaum Nachbearbeitung. Bei der additiven Fertigung werden Schicht für Schicht komplexe Strukturen aufgebaut.
In der Elektronikindustrie markiert Laser Seriennummern und Barcodes. In der Medizintechnik entstehen filigrane Implantate. Die Möglichkeiten sind vielfältig – solange Präzision und Qualität wichtig sind.
Das Verfahren ist ressourcenschonend. Es entsteht weniger Ausschuss als bei klassischen Trennverfahren. Energie wird gezielt nur dort eingesetzt, wo sie wirken soll.
Pro-Tipp: Wenn Sie ein komplexes Projekt mit hohen Genauigkeitsanforderungen planen, überprüfen Sie zunächst, ob laserbasierte Fertigung infrage kommt – die Einsparungen bei Nachbearbeitung und Ausschuss zahlen sich schnell aus.
Verfahrenstypen: Laserschmelzen und Lasersintern
Laserschmelzen und Lasersintern sind zwei unterschiedliche Verfahren der additiven Fertigung mit Lasern. Obwohl beide Pulvermaterialien verwenden und schichtweise aufbauen, funktionieren sie grundlegend verschieden. Für Sie als Ingenieur ist es wichtig, diese Unterschiede zu kennen – die Wahl des Verfahrens beeinflusst Qualität, Kosten und Anwendungsmöglichkeiten Ihrer Projekte.
Laserschmelzen: Vollständiges Schmelzen für maximale Dichte
Laserschmelzen schmilzt das Pulvermaterial vollständig auf. Der Laser bringt den Werkstoff auf seine Schmelztemperatur, wodurch er vollständig flüssig wird. Die Schmelze erstarrt danach und verbindet sich mit der darunter liegenden Schicht.
Das Ergebnis sind extrem dichte Metallteile. Sie erreichen Festigkeitswerte, die denen von konventionell gefertigten Teilen entsprechen oder diese sogar übertreffen. Das ist ein großer Vorteil für belastete Bauteile.
Typische Materialien sind Edelstähle, Aluminium, Titan und Kobalt-Chrom-Legierungen. Diese hochwertigen Materialien ermöglichen Anwendungen in der Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik und Motorsport.
Lasersintern: Verbindung durch Hitze ohne vollständiges Schmelzen
Lasersintern arbeitet anders. Der Laser erhitzt das Pulver gerade so weit, dass die Partikel aneinander haften – ohne vollständig zu schmelzen. Die Wärmezuführ ist präzise dosiert.

Dieses Verfahren eignet sich hervorragend für Kunststoffe und Kunststoff-Verbundmaterialien. Auch Metallpulver lassen sich sintern, allerdings mit etwas geringerer Enddichte als beim Schmelzen.
Lasersintern bietet Flexibilität: Nicht benötigtes Pulver bleibt erhalten und kann wiederverwendet werden. Das reduziert Materialverschleiß und Kosten – ein Punkt, der in der Serie zählt.
Direkter Vergleich: Schmelzen vs. Sintern
| Kriterium | Laserschmelzen | Lasersintern |
|---|---|---|
| Materialzustand | Vollständiges Schmelzen | Haftung ohne Schmelzen |
| Enddichte | Sehr hoch (95–99%) | Mittelhoch (85–95%) |
| Festigkeit | Sehr hohe Werte | Mittelhoch bis hoch |
| Materialien | Metalle (Stahl, Titan, Al) | Kunststoffe, Kunststoff-Verbunde |
| Nachbearbeitung | Oft minimal | Manchmal erforderlich |
| Materialeffizienz | Begrenzt | Sehr gut |
Praktische Unterschiede für Ihre Projekte
Für Zahnimplantate und Prothesen nutzt man oft Laserschmelzen mit Titan. Die extreme Dichte garantiert Biokompatibilität und Langzeitbeständigkeit.
Für Prototypen und Funktionsmuster kann Lasersintern wirtschaftlicher sein. Die Teile sind funktional robust, erfordern aber möglicherweise leichte Nachbearbeitung.
Bei wiederholten Serien mit anspruchsvollen Anforderungen dominiert Laserschmelzen. Bei großen Chargen mit moderaten Anforderungen punktet Lasersintern durch Kosteneffizienz.
Wählen Sie Laserschmelzen für Höchstleistung und Dauerhaltbarkeit, Lasersintern für wirtschaftliche Fertigung mit guter Funktionalität.
Welches Verfahren passt zu Ihnen?
- Laserschmelzen wählen, wenn die Teile extrem belastet werden, höchste Dichte erforderlich ist oder Langzeitbeständigkeit zählt
- Lasersintern wählen, wenn Kosteneffizienz wichtig ist, Material wiederverwendet werden soll oder die Anforderungen moderat sind
- Materialwahl überprüfen – nicht alle Materialien lassen sich mit beiden Verfahren gleich gut verarbeiten
Pro-Tipp: Fordern Sie von Ihrem Laserfertiger Muster in beiden Verfahren an, bevor Sie sich für eine Großserie entscheiden – die praktischen Unterschiede sind oft kleiner als die theoretischen, und ein reales Bauteil zeigt schnell, welches Verfahren die besten Ergebnisse für Ihr Projekt liefert.
Technische Voraussetzungen und typische Materialien
Die additive Fertigung mit Lasern stellt hohe Anforderungen an Maschinen, Materialien und Prozessüberwachung. Ohne die richtigen technischen Grundlagen und geeignete Werkstoffe scheitert jedes Projekt – egal wie innovative die Idee ist. Hier erfahren Sie, was Sie brauchen, um erfolgreich zu arbeiten.
Technische Anforderungen an die Ausrüstung
Hochwertige Pulvermaterialien, präzise Steuerungssysteme und eine Schutzgasatmosphäre sind die Grundpfeiler. Ohne diese drei Komponenten funktioniert das Verfahren nicht zuverlässig.
Der Laser selbst muss exakt gesteuert werden. Computergesteuerte Systeme positionieren den Strahl auf Millionstel-Millimeter genau. Die Bauplattform muss ebenfalls präzise geführt werden – Abweichungen von wenigen Micrometern führen zu fehlerhaften Teilen.
Eine kontrollierte Schutzgasatmosphäre verhindert Oxidation des Materials während des Schmelzens. Typischerweise nutzt man Stickstoff oder Argon. Ohne Schutzgas entstehen poröse, brüchige Bauteile.
Anforderungen an Pulvermaterialien
Das Pulver muss gleichmäßig fein sein. Die typische Partikelgröße liegt zwischen 15 und 100 Mikrometern. Zu grobe Partikel erzeugen raue Oberflächen; zu feine Partikel neigen zur Agglomeration.
Die Schüttdichte muss konstant sein. Das Pulver muss sich gleichmäßig verteilen – sonst entstehen Lücken zwischen den Schichten. Ein gleichmäßiges Schichtbild ist die Basis für reproduzierbare Qualität.
Chemische Reinheit ist entscheidend. Verunreinigungen beeinträchtigen die Materialwerte massiv. Professionelle Anbieter nutzen zertifiziertes, gereinigtes Pulver.
Typische Materialien für Laserschmelzen
- Titan und Titanlegierungen – extrem hochfest, biokompatibel, Einsatz in Medizintechnik und Luft- und Raumfahrt
- Aluminium-Legierungen – leicht, gute Wärmeleitfähigkeit, Automobilbau und Luftfahrt
- Edelstahl (Stahl 1.4404, 1.4547) – korrosionsbeständig, vielseitig einsetzbar
- Nickellegierungen – extrem hitzebeständig, Gasturbinen und Hochtemperaturanwendungen
- Kobalt-Chrom-Legierungen – biokompatibel, Dentalimplantate und orthopädische Implantate
Überwachung und Qualitätskontrolle
Moderne Maschinen sind mit Überwachungssystemen ausgestattet. Diese kontrollieren kontinuierlich Laserleistung, Gasfluss und Temperatur. Abweichungen werden sofort erkannt.
Kameras beobachten den Schmelzprozess in Echtzeit. Wenn etwas schiefläuft – zu schnell, zu langsam, falsche Temperatur – greifen Sensoren ein. Das minimiert Ausschuss und Qualitätsprobleme.
Qualitätskontrolle beginnt vor dem ersten Laser-Schuss: richtige Materialauswahl, kalibrierte Maschinen und zertifizierte Pulver sind der Schlüssel zu zuverlässigen Ergebnissen.
Voraussetzungen für Ihr Projekt
- Materialwahl prüfen – nicht alle Materialien sind für alle Anforderungen geeignet
- Maschinenanforderungen klären – brauchen Sie hochtemperaturfeste oder biologisch kompatible Teile?
- Seriengröße bedenken – kleine Chargen rechtfertigen oft nicht den Maschinenaufwand
- Oberflächenrauheit akzeptieren – additive Fertigung erzeugt rauere Oberflächen als konventionelle Verfahren
Pro-Tipp: Bevor Sie ein Projekt starten, besprechen Sie mit Ihrem Dienstleister die genauen Materialanforderungen und die nötige Nachbearbeitung – damit vermeiden Sie teure Überraschungen und bekommen Bauteile, die wirklich zu 100 Prozent passen.
Branchenanwendungen und Innovationspotenziale
Laserbasierte additive Fertigung ist kein Zukunftsversprechen mehr – es ist Gegenwart in vielen Branchen. Die Technologie transformiert, wie Ingenieure Bauteile denken, gestalten und herstellen. Für Sie bedeutet das konkrete Chancen in Ihrem Fachgebiet.
Luftfahrt und Raumfahrt
In der Luftfahrt spart jedes Gramm Gewicht Treibstoff ein – über die Lebensdauer eines Flugzeugs bedeutet das Millionen Euro. Laserbasierte additive Fertigung ermöglicht ultraleichte, hochkomplexe Bauteile, die konventionell nicht herstellbar wären.
Turbinen-Halterungen, Brennstoffventile und komplexe Konstruktionen entstehen aus Titan und Nickellegierungen. Die Geometrische Freiheit erlaubt Optimierungen, die mit klassischen Verfahren unmöglich sind. Größere Luft- und Raumfahrtkonzerne nutzen diese Technologie bereits in Serie.
Medizintechnik und Zahnindustrie
Hier punktet die Technologie mit Individualität. Implantate werden Patient:innenspezifisch gefertigt – kein Standard-Teil passt gleich. Zahnimplantate, Hüftprothesen und Wirbelsäulenimplantate entstehen mit mikropräziser Oberflächenstruktur.
Die Biokompatibilität von Titan und Kobalt-Chrom-Legierungen ist ideal. Kleine Serien und Einzelteile werden wirtschaftlich – ein großer Vorteil gegenüber konventioneller Massenproduktion.
Automobilindustrie und Motorsport
Motorsport-Teams nutzen lasergefertigte Bauteile für extreme Leistung. Leichte, thermisch optimierte Komponenten geben Wettbewerbsvorteile. Im Automobilbau entstehen Prototypen schneller – time-to-market entscheidet Märkte.
Turbolader-Verdichter, komplexe Kühlkörper und spezielle Halterungen werden täglich mit Lasern gefertigt.
Werkzeugbau und Maschinenbau
Formwerkzeuge mit integrierten Kühlkanälen entstehen durch additive Fertigung. Die Kanäle folgen der Kontur des Werkzeugs – kühlere Teile, bessere Qualität, kürzere Zykluszeiten.
Maschinenbau nutzt die Technologie für Kleinserienbauteile und Ersatzteile, die wirtschaftlicher mit Lasern gefertigt werden als mit traditionellen Methoden.
Die folgende Übersicht zeigt, welche Vorteile verschiedene Branchen aus der laserbasierten additiven Fertigung ziehen:
| Branche | Typischer Nutzen | Spezielle Anforderungen |
|---|---|---|
| Luft- und Raumfahrt | Gewichtsersparnis, komplexe Strukturen | Hochfeste, leichte Materialien |
| Medizintechnik/Zahnindustrie | Maßgeschneiderte Implantate | Biokompatibilität, individuelle Geometrien |
| Automobil/Motorsport | Schnelle Prototypen, Leistungskomponenten | Thermische Belastbarkeit, kurze Entwicklungszeiten |
| Maschinenbau/Werkzeugbau | Optimierte Werkzeuge, Ersatzteile | Integrierte Funktionen, kleine Seriengröße |
Innovationspotenziale für Ihr Projekt
- Neue Geometrien – Strukturen sind möglich, die konventionell technisch oder wirtschaftlich nicht machbar sind
- Leichte Konstruktionen – Topologieoptimierung erzeugt Bauteile mit maximalem Stiffness-to-weight-Ratio
- Funktionsintegration – mehrere Teile werden zu einem gefertigt, Montagekosten sinken
- Kleinserienwirtschaftlichkeit – ab 5–50 Stück wird additive Fertigung konkurrenzfähig
- Schnelle Iteration – Prototypen in Tagen statt Wochen, Designänderungen ohne Werkzeugkosten
Die eigentliche Innovation liegt nicht im Laser selbst, sondern in der Denkweise: Denken Sie in Schichten, Geometrien und Funktionsintegrationen, nicht in Zerspanungswerkzeugen und Montageprozessen.
Was das konkret für KMU bedeutet
Mittelständische Unternehmen müssen nicht selbst investieren. Spezialisierte Dienstleister bieten additive Fertigung on-demand an. Ihr Vorteil: Zugang zu modernster Technologie ohne Eigenkapitalbindung.
Die Hürde ist nicht technisch, sondern konzeptionell – Sie müssen lernen, anders zu konstruieren. CAD-Modelle müssen für additive Fertigung optimiert sein, nicht für klassische Bearbeitung.
Pro-Tipp: Starten Sie mit einem kleineren Pilotprojekt – etwa eine Funktionsprobe oder ein Ersatzteil – um die Technologie kennenzulernen, bevor Sie in kritische Serienbauteile investieren.
Herausforderungen, Kosten und Qualitätsrisiken
Laserbasierte additive Fertigung klingt nach der Lösung für alle Probleme. Aber die Realität ist komplexer. Hohe Kosten, Qualitätsunsicherheiten und technische Herausforderungen bremsen die breite Anwendung aus. Sie sollten diese Risiken kennen, bevor Sie investieren.
Finanzielle Herausforderungen
Hohe Investitionskosten, teure Materialien und komplexe Prozesssteuerung belasten die Gesamtkalkulation. Eine hochwertige Laserschmelzanlage kostet leicht 500.000 bis zwei Millionen Euro – plus Betriebskosten, Instandhaltung und Fachpersonal.
Die Materialkosten sind deutlich höher als bei konventionellen Verfahren. Pulvermaterial ist teuer, und nicht alles wird verarbeitet – Verschleiß und Verschmutzung verursachen Abfall.
Kleine Serien rechnen sich wirtschaftlich oft nicht. Erst ab etwa 50–100 Stück wird additive Fertigung konkurrenzfähig zu konventionellen Verfahren.
Qualitätsrisiken und Materialprobleme
Materialinkonsistenzen entstehen durch Lagerung, Feuchte oder Verschmutzung. Jede Charge Pulver variiert leicht – mit Folgen für die Bauteilqualität.
Porosität ist ein klassisches Problem. Bläschen im Material schwächen die Festigkeit. Sie entstehen durch Prozessparameter, die nicht optimal abgestimmt sind.
Anisotropie bedeutet: Die Materialeigenschaften sind nicht gleichmäßig in alle Richtungen. Ein Bauteil kann in einer Richtung sehr stabil sein, in einer anderen brechen.
Verzug tritt auf, wenn das Material während des Abkühlens nicht gleichmäßig erstarrt. Das Bauteil verformt sich, und Toleranzen werden nicht eingehalten.
Prozessunsicherheiten
Auch unter identischen Bedingungen entstehen unterschiedliche Teile. Reproduzierbarkeit ist eine ständige Herausforderung. Temperaturunterschiede, Gasströmung und Laserparameter beeinflussen das Ergebnis.
Begrenztes Bauvolumen zwingt zum Zerlegen großer Teile. Das bedeutet zusätzliche Montage und Schweißarbeiten – Kosten und Schwachstellen entstehen.
Nachbearbeitung ist oft unvermeidlich. Oberflächenrauheit, Stützstrukturen und Ausrichtungsfehler erfordern Zeit und Handarbeit.
Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Kosten- und Risikoquellen bei der laserbasierten Fertigung zusammen:
| Kosten-/Risikofaktor | Bedeutung im Projekt | Mögliche Gegenmaßnahmen |
|---|---|---|
| Materialkosten | Hoher Anteil am Gesamtpreis | Pulver wiederverwenden, Restmenge minimieren |
| Maschineninvestition | Einstiegshürde für KMU | Dienstleister nutzen, Leasing prüfen |
| Qualitätsabweichungen | Ausschuss, Nacharbeit | Prozessüberwachung, Musterproduktionen |
| Nachbearbeitung | Höherer Zeitaufwand | Oberflächenoptimierung planen |
Kosten richtig kalkulieren
- Maschinenkosten – Abschreibung und Wartung pro Betriebsstunde
- Materialkosten – Pulver, Verschleißteile, Abfall
- Personalkosten – spezialisiertes Fachpersonal für Bedienung und Kontrolle
- Nachbearbeitung – Schleifen, Polieren, Kontrolle
- Qualitätssicherung – Tests und Zertifizierung
Die wahren Kosten der additiven Fertigung liegen nicht in der Maschine, sondern in den versteckten Prozesskosten, die leicht unterschätzt werden.
Wie Sie Risiken minimieren
Wählen Sie einen etablierten Dienstleister mit nachgewiesener Erfahrung. Zertifizierungen wie ISO 9001 und Materialtests sind Indikatoren für Qualität.
Starten Sie mit Musterteilen statt direkter Serienfertigung. So testen Sie Qualität, Kosten und Liefersicherheit im kleinen Maßstab.
Ausreichend Zeit für Prozessentwicklung einplanen – nicht an den falschen Enden sparen. Eine schlecht optimierte Anlage erzeugt teure Ausschuss.
Pro-Tipp: Fordern Sie vor der ersten Großserie immer ein Qualitätsberichtsheft an – Röntgenprüfung, Dichteprüfung, Materialzertifikate – damit Sie später nicht überraschend Ausschuss haben.
Ihre Lösung für präzise und innovative Laserfertigung
Die additive Fertigung mit Lasern bietet Ihnen als Ingenieur enorme Vorteile bei der Herstellung hochpräziser und komplexer Bauteile. Oft stehen Sie jedoch vor Herausforderungen wie hohen Investitionskosten, schwieriger Materialauswahl und Qualitätsrisiken. Genau hier setzt laserdienstleistungen.com an. Unsere Plattform hilft Ihnen, lokale und erfahrene Dienstleister zu finden, die modernste Lasertechnik anbieten und Sie bei der Umsetzung Ihrer Projekte unterstützen. Ob Laserschmelzen oder Lasersintern – finden Sie Anbieter, die Ihr persönliches Bauteil in höchster Qualität fertigen.

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Häufig gestellte Fragen
Was sind die Hauptvorteile der laserbasierten Fertigung?
Die laserbasierte Fertigung bietet Vorteile wie hohe Präzision, berührungslose Bearbeitung, flexible Einsatzmöglichkeiten und geringe thermische Belastung. Diese Merkmale führen zu minimalem Materialverschleiß und ermöglichen komplexe Geometrien ohne manuelle Nachbearbeitung.
Welche Verfahren nutzt die additive Fertigung mit Lasern?
Die additive Fertigung mit Lasern umfasst hauptsächlich zwei Verfahren: Laserschmelzen und Lasersintern. Laserschmelzen schmilzt das Pulvermaterial vollständig und bietet extrem dichte Teile, während Lasersintern nur eine teilweise Schmelze erzeugt und somit Materialeffizienz bietet.
Welche Materialien eignen sich für die laserbasierte additive Fertigung?
Geeignete Materialien für das Laserschmelzen sind vor allem Metalle wie Edelstähle, Aluminium, Titan und Kobalt-Chrom-Legierungen. Für das Lasersintern werden häufig Kunststoffe und Kunststoff-Verbundmaterialien verwendet.
Wie kann ich die Qualität der mit Lasern hergestellten Teile sicherstellen?
Die Qualität der laserbasierten Fertigung kann durch die Verwendung hochwertiger Pulvermaterialien, präzise Steuerungssysteme sowie kontinuierliche Prozessüberwachung sichergestellt werden. Es ist wichtig, mit einem erfahrenen Dienstleister zusammenzuarbeiten und präzise Qualitätskontrollen durchzuführen.
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